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Sind es bald nur noch drei? Tiefrote Zahlen bei EMI
Sind es bald nur noch drei? Tiefrote Zahlen bei EMI
Der Musikindustrie geht es schlecht. Sehr schlecht, wenn es keine neuen Innovationen gibt. Die Filesharer sollen schuld sein. So ist der Tenor.
Dabei wird völlig vergessen bei sich selbst zu gucken ob man nicht die Fehler die in der Vergangenheit gemacht wurden überdenken sollte.
Die eigenen Kunden wurden abgemahnt und vor den Richter gezerrt. Lächerliche Kopierschutzmassnahmen wurden mit auf die Tonträger gepackt.
Dabei wurden die CDś zum Teil unbrauchbar, weil sie nicht auf jedem Abspielgerät zum Tönen gebracht werden konnten.
Sony schoss mit dem Rootkit der sich auf PCś festfrass damals den Vogel der Kundengängelung ab.
Und bei den grossen Majors ist man immer noch der Meinung, das schnelle Reagieren auf den musikalischen Mainstream bringt weiterhin das grosse Geld.
Wenn ein Musikstil erfolgreich ist, wird gnadenlos die nächste Band mit erfolgsversprechender Aussicht im dem Musiksegment auf den Markt geworfen.
Die Radiostationen dudeln die Songs mehrmals täglich den Höhrern vor. Auf den Redaktionstischen der Sender stapelt sich der tönende Einheitsbrei.
Aber warum soll ich denn bitteschön was kaufen wenn ich es täglich mehrfach im Radio höre, bis ich es nicht mehr hören will?
Und bei einer immer weitergehendem Vereinheitlichung der Musik tritt der der Effekt der akustischen Abwehr immer schneller ein.
Jetzt hat es EMI bitter erwischt. Das Wasser steht bei dem Major bis Unterkante - Oberlippe!
Nach Milliardenverlusten musste der britische Traditionskonzern vor Zahlungsschwierigkeiten warnen.
2,6 Milliarden Pfund Schulden stehen nun im März zur Überprüfung an. Bei EMI spricht man von einer "wahrscheinlich bedeutenden Deckungslücke".
Eine wie ich finde sehr schöne Umschreibung für das Wort "Pleite".
Schuld soll die Beteiligungsgesellschaft Terra Firma sein die EMI 2007 zur Boomzeit der Branche mit vier Milliarden Pfund kaufte. 100 Millionen Pfund werden flüssig gemacht um EMI bis März 2011 über Wasser zu halten.
Quelle: http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/EMI-vor-dem-Kollaps_aid_816215.h...
Und ein Rechtsstreitt zwischen der Citygroup und Terra Firma steht ebenfalls an.
Terra Firma fühlt sich von der Citgroup bei den Verkaufsverhandlungen über den Tisch gezogen und getäuscht.
Die Citigroup soll den Preis in die Höhe getrieben und verheimlicht haben das ein Bieter sich zurückgezogen hatte.
Eine Kette von Ereignissen treiben EMI in die finanzielle Totalhavarie!
2008 wechselten Die Rolling Stones nach mehreren Jahrzehnten zum Konkurrenten Universal Music.
Die Band Radiohead kehrte EMI den Rücken und vertreibt ihre Musik in Eigenregie.
Paul McCartney nannte seine ehemalige Plattenfirma gar "langweilig".
Die britische Sängerin Joss Stone will auch von EMI weg und kämpft derzeit um einen Ausstieg.
Quelle: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/musikverlag-emi-kaempf...
Immer mehr Künstler setzen auf die Selbstvermarktung. Und was der Musikbranche fehlt ist eine Gesamtstrategie.
Doch von innovativen Lösungen und Erkenntnissen aus Kundenverhalten sind die Majors weit entfernt.
Eine gewisse Merkresistenz zu diagnostizieren fällt mir wir wirklich nicht schwer.
Nun rächt sich das Fehlen einer neuen Strategie! Das Klagen gegen Tauschbörsen ist seit Jahren ein Bemühen das nicht von Erfolg gekrönt wird.
Und das Abmahnen eigener Kunden schafft Unmut und fördert damit deren Totalboykott.
Das weltweite Geschäft mit digitaler Musik ist seit 2004 um 940 Prozent gestiegen. Und trotz allem brachen die Umsätze der Medienmultis um 30 Prozent ein. Im ersten Halbjahr 2009 sind die Erlöse für die Verleger um 12 Prozent zurückgegangen. Und für das gesamte Jahr rechnet man mit einem Verlust von 9 Prozent.
Und der Vorsitzende des Weltverbandes der Phonoindustrie John Kennedy kommt zu der genialen Einsicht das die Regierungen mehr gegen Musikpiraterie unternehmen sollten.
Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/wirtschaft-und-finanzen/Plattenfirma...
Bastelanleitungen für eine neue Musikvermarktung der Multis, sind dem Roman "Mary Shelleyś Frankenstein" entliehen.



